Gedanken zum Monatsspruch für November 2020

Gott spricht: Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten.
Jeremia 31,9

Liebe Gemeinde, liebe Freunde,
ein Jahr kommt nun bald an sein Ende, wie wir es wohl kaum schon erlebt haben. Wer hätte sich das vorstellen können, dass wir fast 6 Monate lang keine Gottesdienste in unserer Kirche feiern würden, dass wir uns über lange Zeit nur „online“ sehen würden, oder per Telefon hören, dass wir auch die engsten Familienmitglieder nicht mehr in den Arm nehmen würden, weil wir sie schützen wollen vor dem Virus, das die ganze Welt in eine große Krise gebracht hat? Und dabei habe ich noch gar nicht die schwereren Dinge genannt, mit denen viele Menschen in diesem Jahr konfrontiert worden sind – die Erkrankung geliebter Menschen, ihr einsames Sterben, der Verlust der Arbeit, des Einkommens, der Firma – die Liste ist lang und das Leid ist unvorstellbar groß.

Der Monatsspruch für November ist ein Wort, das auch in einer tiefen Krise gesproch- en wurde – Jeremia hat dem Volk Gottes das Gericht angekündigt, die Zerstörung Jeru- salems, die Deportation in das Exil und den Zusammenbruch ihrer Lebensgrundlage in ihrem Land, Israel. Nur ein kleiner Rest von ihnen würde übrigbleiben. So kam es dann auch – und dann sagt der Prophet ihnen dieses Wort im Namen Gottes: „Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten.“

Es wird nichts beschönigt oder zurückgenommen von dem Urteil, das über sie er- gangen ist – es wird anerkannt – sie werden weinen! Aber genau da ist die Hilfe dieses Wortes auch schon drin – denn es heißt, „sie werden weinend kommen“. Zu wem? Zu Gott! Und das verändert die ganze Situation: Weinend zu Gott kommen – ach, würden wir das doch auch heute tun! Am Ende dieses schrecklichen Jahres wird uns das als Trost und Weisung gesagt: Kommt mit euren Tränen, kommt weinend zu Gott! Und Gott wird Wort halten – uns trösten und leiten. Gerade die Sonntage gegen Ende des Kirchenjahres sind von ihren Themen her dafür auch gut geeignet – dass wir klagend, weinend über Leid und Tod, zu Gott kommen und bei Gott Trost und Leitung finden für den Weg in das nächste Kirchenjahr, das am 1. Advent, also schon am 29. November 2020 anfängt. Und da hören wir auch die Ankündigung, dass Gott uns nicht im Stich ge- lassen hat, sondern seinen Sohn, den Retter in die Welt geschickt hat – damit wir den Trost und die Leitung Gottes in ganz menschlicher, leiblicher Gestalt bei uns haben kön- nen. Dazu lade ich Sie und Euch also herzlich ein – kommen Sie zu den Gottesdiensten und erleben Sie, wie Gott uns tröstet und leitet.

Mit herzlichen Grüßen, Ihr/Euer Pastor Felix Meylahn

Oktoberwurst

Im Oktober gab es an zwei Freitagen ein Abendessen zum Mitnehmen – und das auf gut bayrisch: Leckere Bratwurst, Kartoffelsalat und Brezel oder auch ganz klassisch: Currywurst mit Pommes. Damit wurde eine gute Idee für einen Fundraiser von fleißigen Gemeinde- gliedern umgesetzt und brachte neben rund R4500 für die Gemeinde, ein fröh- liches Miteinander beim Portionieren der Salate, Grillen und Ausgeben der Bestellungen.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die spontan und gutgelaunt mitgemacht oder sich eine Mahlzeit abgeholt haben.

Beate Bidoli

 

12 Jahre Südafrika

Liebe Gemeinde,

als meinem Mann Michael im Jahr 2008 eine Stelle beim National Institue for Theoretical Physics (NiTheP) angeboten wurde, sind wir am 3. Januar 2009 mit unseren Töchtern Jule (damals 1 Jahr) und Lena (damals 6 Jahre), ohne jemals zu- vor in Südafrika gewesen zu sein, mit Sack und Pack nach Stellenbosch gezogen. Es war für uns eine riesen Umstellung, aber Familie Schwörer, die 1 Jahr zuvor nach Stellenbosch gekommen war, hat uns das Einleben leicht gemacht.

Wir haben Land und Leute lieben gelernt. Auf vielen Reisen haben wir die wilde, grandiose Natur Südafrikas erkundet. Unsere Töchter konnten in kürzester Zeit akzentfrei englisch sprechen und ich durfte ab Juli 2012 für die Gemeinde als Sekretärin im Büro arbeiten.

In den vergangenen Jahren sind mir viele Ge- meindemitglieder sehr ans Herz gewachsen. Ich bin so dankbar für die liebevolle Aufnahme in die Gemeinde, die mir ein zu Hause gegeben hat. Ich denke gerne an die gemeinsam erlebten Gottesdienste, Aktionen und Veran- staltungen zurück und den Halt, den ich im Glauben und von Freunden in Zeiten bekom- men habe, in denen das Leben nicht so einfach war.

Es fällt uns sehr schwer Abschied von Südafrika zu nehmen und einen neuen Le- bensabschnitt im Norden Deutschlands – in Delmenhorst bei Bremen – zu beginnen. Mein Mann wird dort ab Januar am Hanse-Wissenschaftskolleg (Institute for Advanced Study) arbeiten, unsere Jule kommt in die 7. Klasse im Gymnasium und Lena, die gerade mitten im Matrik steckt, möchte nach einem halben Jahr jobben und reisen Innenarchitektur studieren.

Ich selber werde noch sehen, was für eine Aufgabe dort auf mich wartet, aber ich bin mir sicher, dass sich etwas findet, auch wenn es in der momentanen „Corona Situation“, nicht ganz leicht sein wird.Herzliche Grüße an die ganze Gemeinde, Monika Kastner

 

Liebe Gemeinde,

Monika Kastner wird Ende diesen Jahres mit ihrer Familie nach Deutschland zurückziehen. Sie war nicht nur 8 Jahre lang eine zuverlässige und engagierte Sekretärin für unsere Gemeinde, sie war auch aktiv im Kirchenvorstand und ist vielen von uns zu einer guten Freundin geworden. Dafür danken wir ihr herzlich! Wir lassen sie schweren Herzens gehen und werden sie sehr vermisssen aber freuen uns auch mit ihr, dass sich für ihren Mann eine weitere berufliche Perspek- tive und Herausforderung ergeben hat. Wir wünschen Monika, Michel, Lena und Jule ein schnelles und gutes Eingewöhnen in Delmenhorst. Dank moderner Me- dien werden wir ganz sicher in Kontakt bleiben und voneinander hörenJ

Am Sonntag, dem 20. Dezember, (4. Advent), wollen wir Monika im Gottesdienst um 10.00 Uhr verabschieden und Gott um sein Geleit und bewahren den Segen für sie bitten.

Im Anschluss daran laden wir herz- lich zu einem „bring and share“ Picknick im nahegelegenen Jan Ma- raispark ein.

Beate Williard-Bidoli

Eine herzliche und ernste Bitte um Initiative

Im Februar nächsten Jahres ist AGM und wir suchen erneut Mitdenkende und Mitmachende für den Kirchenvorstand. Klaus Gerd von Pressentin, unser langjäh- riger Schatzmeister, scheidet turnusgemäß und aus Altersgründen aus. Monika Kastner zieht mit ihrer Familie zurück nach Deutschland. Damit reduziert sich un- ser Kirchenvorstand auf 4 Personen. Dies ist ein zu kleiner Kreis um alle Ge- meindebelange verantwortungsvoll zu regeln und vor allem das Gemeindeleben lebendig zu halten!

Wenn euch die Zukunft unserer Gemeinde am Herzen liegt, überlegt doch bitte, inwieweit ihr Initiative zeigen könnt, an dieser mitzuwirken. – Sei es im Blick auf das verantwortungsvolle Verwalten der Finanzen, dem Nachdenken über unsere Gottesdienstangebote oder auch mit einem kurzzeitigen Engagement für eine Aufgabe, z.B dem fundraising. Darüber hinaus freuen wir uns über jede/n, die/der Projekte anregt, die, zugeschnitten auf die Bedürfnisse von älteren und jüngeren Gemeindegliedern, dazu beitragen, dass sich Menschen in unsere Gemeinde ein- laden lassen und darin wohlfühlen. Bitte setzt eure Begabungen ein und helft mit, eine rege Gemeinschaft zu bleiben, in der wir unseren Glauben miteinander bedenken und feiern, einander begleiten und vor allem in schwierigen Zeiten un- terstützen können.

Wir (der Kirchenvorstand) treffen uns einmal im Monat im Gemeindezentrum und verständigen uns ansonsten via Zoom, WhatsApp oder Email.

Mit herzlichen Grüßen aus dem KV
Beate Bidoli