Vereinbarung: Vereinigte Ev.-Luth. Kirche (VELKSA) – Theologische Fakultät der Uni Stellenbosch

VEREINBARUNG ZWISCHEN DER VEREINIGTEN EVANGELISCH- LUTHERISCHEN KIRCHE IM SÜDLICHEN AFRIKA (VELKSA) UND DER THEOLOGISCHEN FAKULTÄT DER UNIVERSITAT STELLENBOSCH

Nach einigen Jahren der gemeinsamen Arbeit an einer Vereinbarung ist es nun endlich soweit. Vertreter der VELKSA und der Universität haben am 2. Februar 2021 die Vereinbarung unterschrieben, die es nun ermöglicht, dass Stud- ierende der Lutherischen Kirchen im südlichen Afrika an der Theologischen Fakultät für das Pfarramt ausgebildet werden unter Mitwirkung der Luther- ischen Kirche. Das heißt praktisch, dass in der ökumenischen Partnerschaft, die sich bisher an der Fakultät entwickelt hat, nun auch die lutherische Stimme gehört werden wird. Das gilt sowohl im akademischen Gespräch, in den Fra- gen der Anstellungen von Dozentinnen als auch in dem, was im Lehrplan ange- boten wird.

Als Mitglieder im ökumenischen Rat, in dem sechs andere Kirchen schon mi- tarbeiten, dürfen wir nun auch dabei sein, wenn über die Arbeit der Fakultät beraten wird, auch im Blick auf die geistliche Begleitung der Studierenden während des Studiums und der gelebten Spiritualität.

Es ist ein freudiges Ereignis und ein sehr wesentlicher Schritt auf dem Weg, eine gute theologsiche Ausbildung für unsere zukünftigen Pastoren und Pas- torinnen auf zu bauen. Dankbar gehen wir nun diesen Weg mit der Fakultät

weiter.

Professor Wim de Villiers (Rector and Vice-Chancellor of the University of Stellenbosch), Bishop Gilbert Filter (representing the UELCSA) and Professor Reggie Nel (Dean of the Faculty of Theology) at the signing of the agreement.

(Foto: F. Meylahn)

Felix Meylahn

Theologische Ausbildung

Nachrichten aus dem Büro des Bischofs – März/April 2021

Jahreslosung

Wir leben in einer Zeit, in der viel Unsicherheit herrscht, vor allem bedingt durch die Co- rona-Krise und deren Folgen. Wir können nicht mehr Kirche sein wie wir es gewohnt waren, aber Kirche-sein mit und für einander ist trotzdem möglich. Die Jahreslosung lädt uns dazu ein: „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“ (Lukas 6,36). Barmherzigkeit, Barmherzig-sein heißt mit den Augen Gottes sehen. Wo ich den Nächsten aus Gottes Sicht sehe, beginne ich mit dem Herzen zu handeln und ich werde barmherzig. Wer mit Gottes Augen sieht, der kann vergeben und wieder lieben.

Barmherzigkeit heißt, mit seinem Herzen bei den Armen zu sein, sagt Martin Luther. Barmherzig-sein beschreibt eine Liebe, die so tief geht, dass sie es nicht mehr schafft, beim Mitgefühl über das Elend anderer stehen zu bleiben. Barmherzig-Sein kann nicht an- ders als handeln. Darum sagte Bischof Emeritus Desmond Tutu zu einer Gruppe von jung- en Menschen: „Go out and make life beautiful for the poor“. Wo Barmherzigkeit gelebt wird, ist es schön (beautiful).
Möge der Herr uns die Kraft, Weisheit und Freude schenken als seine Kinder mit seinen Augen zu sehen und mit dem Herzen bei den Andern zu sein, und uns nicht zu sehr von der Pandemie einschränken lassen in unserem Kirche-sein.
Ich wünsche allen ein gesegnetes Jahr 2021.

Synode 2021

Die Synode findet vom 13. bis 15. August 2021 im St. Martini Gemeindezentrum, Longstr. 240, Kapstadt, statt. Die Kirchenleitung ist derzeit mit der Planung und den Vorbereitung- en beschäftigt.

St. Crucis

Pastor Frank Schütte und seine Familie sind in Beacon Bay angekommen.
Frank, Nina, Lars, Nils und Mara – wir hoffen, dass ihr euch schnell in unserer Mitte zuhause fühlen werdet.
Der Gottesdienst zur Einführung von Pastor Frank musste verschoben werden. Ein neuer Termin wird so schnell wie möglich festgelegt.
Wir wünschen ihm und der Gemeinde ein fruchtbares Wirken und Dienen zur Ehre Gottes.

Bloemfontein

Die St. Paulus-Gemeinde in Bloemfontein hat den Ruheständler, Dr Gideon van der Watt, einen Dominee der NG Kerk, am 6. Dezember 2020 zu ihrem Pastor gewählt. Pastor Gideon wird der Gemeinde drei Jahre lang dienen. Wir wünschen ihnen viel Freude und Segen auf den gemeinsamen Weg, um mit und für die Menschen Kirche zu sein.

Wir danken Pastor emeritus Nils Rohwer, für seinen Dienst als Vakanzvertreter in der Ge- meinde über viele Jahre. Möge er jetzt die Freiheit genießen, endlich in den vollen Ruhestand zu gehen.

News from the Bishop’s office- February-March 2021

Watchword 2021

We live in times of uncertainty and with many disruptions, mainly due to the Covid-19 cri- sis and its consequences. We can no longer be church as we have been used to. But it is still possible to be church with and for one another. The watchword for this year is an invi- tation to do so. Jesus says: “Be merciful as your father is merciful!” (Luke 6:36).

To be merciful is to see the other through the eyes of God. When I see my neighbours from God’s perspective, I act with my heart and become merciful. Seeing them with God’s eyes empowers to forgive and love again.
Being merciful means being with the poor wholeheartedly. Being merciful describes a love that goes so deep that it is no longer possible to stop at just being compassionate over the misery of others. To be merciful cannot help but to act. This is why Archbishop Emeritus Desmond Tutu once said to a group of young people, “Go out and make life beautiful for the poor”.

May the Lord give us the strength, wisdom and joy to see his children through his eyes and to be with them with the heart.
Don’t allow the pandemic to restrict you in being church.
I wish everyone a happy new year 2021.

 

Lockdown

It is more than a year ago that it was made public that a person in China had died of the Covid-19 virus. Now the whole world is gripped by the pandemic which in many ways has devastating consequences. It impacts all spheres of life, also our church life. It is tough in- deed to not be able to gather as church, being there with and for the people.

It is because of this that we need to adhere to stringent measures such as wearing a mask, washing hands and keeping social distance, not gathering in large groups, and many other rules and guidelines. We do these to take care of one another. The trauma of losing a loved one hurts deeply. To see someone in anguish when they struggle to breathe is traumatic.

Ecumenical bodies are engaging with both local and national government and the Human Rights Commission (SAHRC), urging government to lift some restrictions so that we can gather in safe spaces as the Body of Christ. Fellowship is core to who we are, yet we know that the virus spreads where people gather. Many examples exist where local churches gathered and did not uphold Covid-19 protocol, which resulted in a super-spreader event, with the consequence that harsher measures are implemented by government.

I thank you for adhering to protocol when you meet with others and hopefully we will be able to meet as local church again soon.

 

Synod 2021

Synod will take place from 13-15 August 2021 at St Martini Lutheran Church, 240 Long Street, Cape Town. Church Council is currently busy with the planning and preparations.

St Crucis

Pastor Frank Schütte and his family have arrived in Beacon Bay.
Frank, Nina, Lars, Nils and Mara, may you feel at home in our midst.
The service to induct Pastor Frank had to be postponed. A new date will be set as soon as possible.
We wish him and the congregation a fruitful journey of living and serving to the glory of God.

Bloemfontein

The St Paulus Congregation in Bloemfontein has elected Dr Gideon van der Watt, a retired dominee of the Dutch Reformed Church, as their pastor at a meeting on 6 December 2020. Pastor Gideon will serve the congregation for three years. We wish them a fruitful journey as they seek ways in being church with and for the people in their area.

We thank Pastor emeritus Nils Rohwer for serving the congregation as locum tenens over a number of years. May you now enjoy the freedom of finally being on fulltime retirement.

MONATSSPRUCH FÜR FEBRUAR 2021

Freut euch darüber, dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind.
Lukas 10, 20

Listen und Verzeichnisse, in denen unsere Namen aufgeschrieben sind, sind ja für uns heu- te nicht unbedingt eine positive Sache – da sind wir eher skeptisch und wünschen uns mehr Schutz für unsere persönliche Daten. Um diesen Spruch für den Monat Februar also als gute Nachricht anzunehmen, müssen wir den Hintergrund erst verstehen. Die Vorstel- lung, die hier dahinter steht, ist diese: Es gibt im Himmel ein Buch, damals wohl eine Schriftrolle, wo die Namen aller, die zu dem lebendingen Gott Israels gehören, aufgeschrieben wurden und am „jüngsten Tag“, dem Tag des Gerichts, würde dieses Buch dann aufgeschlagen werden und die Namen verlesen – damit klar ist: Diese Leute sind alle dabei, sie gehören dazu, sie dürfen hier bei Gott im Himmel sein.

Wenn Jesus uns also diese Zusage macht: Dein Name steht auch in diesem Buch geschrieben, dann ist das ein Grund zur Freude – ja, da dürfen wir jubeln und tanzen, weil der Ausgang unseres Lebens nicht mehr unsicher ist – es steht schon fest, wohin wir gehören. Mit so einer festen Zusage kann ich getrost und fröhlich jeden Tag anpacken, egal, wie schwer oder dunkel das Leben gerade ist. Ich hoffe und bete, dass Du diese Zusage hören kannst und den Mut empfängst, damit in’s Leben zu gehen.

Felix Meylahn