BILDBETRACHTUNG ZUR JAHRESLOSUNG 2022

JESUS CHRISTUS SPRICHT: WER ZU MIR KOMMT, DEN WERDE ICH NICHT HINAUSSTOSSEN.

Johannes 6,37

Ich finde, es ist ein „Wink des Himmels“, dass uns auch für 2022 erneut ein Wort Jesu als Jahresbegleiter angeboten wird. Die Worte des Sohnes Gottes tra- gen große Kraft und tiefen Trost in sich. Sie sind und bleiben absolut verlässlich. Hier bekommen wir festen Grund unter unsere Füße. Hier wird uns Brot zum Leben gereicht, das wirklich satt macht. Die letzten beiden Jahre haben uns zur Genüge gezeigt, wie sehr wir gerade das alle brauchen! Jesu Versprechen für 2022 bietet uns nun in allem unsicheren Vorantasten und Weiterstolpern die gewisse Aussicht auf Halt und Geborgenheit. Wer es mutig und voll Vertrauen wagt, diesen König der Könige zu suchen, der landet am Ende nicht im Nie- mandsland, draußen vor der Tür. Nein. Der findet Einlass, Heimat, Geborgenheit, Frieden, Hilfe, Leben – ein ewiges Zuhause.

Von all dem zeugt auch das Jahreslosungsbild von Ulrike Wilke-Müller. Obwohl: Es sind diesmal ja eigentlich gleich drei Bilder der Künstlerin, die wir betrachten können. Wie gehen wir mit dieser Vielfalt um, so, dass sie uns am Ende nicht überfordert? Es ist gar nicht so schwer. Denn: Viele Einzelheiten lassen sich auf allen drei Bildern finden. Und im Zentrum jedes einzelnen Werkes steht immer ein und dasselbe Motiv: eine helle, sanft ansteigende Treppe, mit einem wun- derbaren Tor an ihrem oberen Ende. Nur die Perspektive ist jeweils eine andere. Wir werden gleichsam Schritt für Schritt näher an diesen besonderen Ort herangeführt.

Das erste, quadratische Bild sieht alles aus großer Entfernung. Es ist, als blickten wir auf die Welt als Ganzes. Da sind Häuser zu erkennen. Sie liegen im Dunkel, doch in ihrem Innern brennt Licht. Wir sehen erleuchtete Fenster: Menschen haben Sehnsucht danach, anzukommen und zuhause zu sein. Sie suchen das Glück der Geborgenheit. Es sind auch Leitern zu entdecken: Da werden manche Kletterpartien unternommen, um das Dunkel hinter sich zu lassen. Da wird etliches versucht und probiert. Es zieht die Menschen nach oben zum Licht. Das alte Sehnen nach Gott, wie einst beim Turmbau zu Babel, es ist immer noch lebendig: die Pyramidenspitze, ganz oben, mittig im Bild zu sehen, zeigt es. Auf allen Ebenen finden sich Hinweise auf den eigentlichen Weg zum Ziel. Da sind viele Licht-Worte für alle Völker, in allen Sprachen. Und sie weisen auf ein Wunder hin: Hilfe, Licht und Heil sind gar nicht weit weg, in unerreichbaren Höhen. Nein. 

Das Licht scheint längst mitten in der Finsternis (Johannes 1, Vers 5). Da ist die Treppe mit dem LichtTor. Der helle Schein, der von hier ausgeht, Höhen. fließt unten ins Bild hinein und ragt oben aus dem Bild heraus. Er sprengt unsere Wirklichkeit. Und er erfüllt sie zugleich. Dieleuchtenden Flächenund die funkelndenRegenbogeneffekteauf dem Bild zeigen: Dieses Licht ist so stark, dass es selbst die schwärzeste Dunkelheit erhellen kann. Aus allen Richtungen strömen Menschen heran, auf dieses Licht zu. Sind wir dabei, Du und ich?!

Dann treten wir doch ein Stück näher herzu, mit dem zweiten, dem eigentlichen Jahreslosungsbild. Hier bleibt unser Auge zunächst am hellsten Punkt hängen: Warm scheint die Sonne dieser und der zukünftigen Welt. Langsam arbeitet sie sich von oben her hinter den Bergen hervor. Mehr und mehr gewinnt sie an Kraft und Raum. Aller Nebel lichtet sich. Die Nacht, die noch vieles schluckt, sie ist im Schwinden. Der Mond ist im Abnehmen begriffen. Zugleich drücken beide Gestirne nebeneinander aus: Das, wovon dieses Bild uns kündet. Das, was uns hier zugesagt wird. Es gilt am Abend wie am Morgen, allezeit. Und: Wie die Sterne so zahlreich sind diejenigen, die erleben sollen: das Versprechen, das hier gemacht wird, ist verlässlich und trägt.

Doch blicken wir erst einmal auf die triste Wirklichkeit: Zur Linken setzen sich die hohen Berge und die schlammigzerklüftete Unordnung bis ins Tal hinein fort. Stell Dir vor, es sind die Brocken, die gerade auch vor Deinen Füßen liegen. Die Sorgensteine, die Dein Herz belasten und Dich nach unten ziehen. Die vielen dunklen FelsLasten, die das Leben so schwer machen, dass alles mehr und mehr aus den Fugen gerät. Der Boden des Bildes gleicht hier links einem Urmeer mit einem braunen Fisch oder Fuchs (1) und einerTotenfratze(2) im Wasser: Weit hergeholt sind die beunruhigenden Klimawandelnachrichten wahrlich nicht. Dürren und Fluten, Starkregen, Un- wetter und Hitze, – all das bedrängt auch unser Leben.

Und auf der rechten Seite? Dort sieht es ähnlich erschütternd aus. Auch hier findet sich kein Ort, an dem man sich dauerhaft heimisch fühlen könnte. Schroff wirkt der Raum. Nachtumhüllt dunkel und kalt wie ein Grab. Kantig ragen finstereWolkenkratzerin die Nacht. DieFensterundurchsichtig und vereist. (3) Oder sind es gar keine Hochhäuser? Ist es doch der Bug eines gewaltigen Schiffes (4), der unter der Mondsichel hervorragt?! Ein leckgeschlagener, sinkender Kahn, dem sicheren Untergang geweiht? Eine unwirtliche Welt.

Und doch ist da Licht! Nicht nur oben am Himmel, sondern mitten in der dunklen Felsschlucht unserer Wirklichkeit. Deutlich ist da der Übergang in eine andere Welt zu erkennen. Was unüberwindbar scheint, trägt längst in sich doch die Möglichkeit zu etwas Neuem. Da ist: eine Tür, ohne Haus, ein Portal. Der, der sagt: Ich bin das Brot, der Weinstock, der Hirte, das Licht, der Weg, die Wahrheit, das Leben!. Er sagt auch: Ich bin die Tür(Johannes 10, 9). Da liegt sie nun in unserem Blickfeld, etwas erhöht, mit einer signalfarbenleuchtenden Treppe davor. Von Treppe, Tür und Himmel her fällt Licht auf und in alles Dunkel und alle Verwirrung. Überall, wo es links und rechts sandfarbengelb, violett, blau oder türkis aufleuchtet, ist es wie eine Einladung, sich aufzumachen zu Treppe und Tür. Die Treppe ebnet einen Weg über allen Unratund alle Bremsklötzehinweg. Sie führt hinaus aus allem Dunkel. Wer sie beschreitet, erlebt, wie auf ihrem oberen Drittel von rechts Wasser herabströmt (5). Es reinigt und belebt alle, die diesen Weg wäh- len. Und dann ist da das Tor selbst. Man sieht nicht wirklich, was in seinem In- nern oder dahinter liegt. Aber da scheint jemand in der offenen Tür zu stehen, rechts (6). Seine Kleider sind hell wie das Licht. Sein Angesicht leuchtet wie die Sonne.(Matthäus 17, 2) Sein Kreuzeszeichen gleicht fast einem Schwert. Und in der Mitte der Tür: eine Stichflamme (7): Alles, was diesseits der Tür ist an Dunklem, es vergeht beim Durchgang ins Licht.

Und nun entdecken wir auch auf diesem Bild Menschen, die sich aufmachen – verstohlen, tastend, sehnsuchtsvoll. In ihnen spiegelt sich bereits das Licht. Sie leuchten in seinem Schein. Sie sind auf dem richtigen Weg. Ein anderer tut sein Werk an ihnen. Er zieht sie in eine gute Richtung. Er hilft bei jedem Schritt. Das Licht treibt in seine Arme. Die Menschen wollen das Dunkel verlassen. Sie ha- ben die Heilsbotschaft gehört: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.So machen sie sich auf, dieKammerihres Daseins, die schon vom Licht erhellt ist (8), langsam hinter sich lassend. Als Gefährten stehen sie einander bei auf dem Weg. Manche sind noch ein Stück entfernt. Andere sind schon fast am Ziel. Mit etwas Fantasie entdecken wir ihre Silhouette zwischen den Brocken links neben der Tür (9). Wie staunendneugierige Kinder stehen sie kurz davor einzutreten und mitten aus Dunkel und Chaos hinüberzugehen zu Licht und Leben. Auch wir hören Jesu Wort, das uns Hilfe und Heil verspricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. Und wir sehen das Bild, das uns dieses Geschenk sichtbar vor Augen stellt. So lass mich Dir an dieser Stelle einen doppelten, praktischen Vorschlag machen. Ich möchte Dich einladen folgendes zu tun:

  1. Benenne den Ort auf diesem Bild, an dem Du gerade bist, wo Du Dich be findest! Mach eine Bestandsaufnahme und ordne Dich ehrlich ein. Das kannst du übrigens das Jahr über immer wieder einmal tun. So wirst Du Dich womöglich zu verschiedenen Zeiten an ganz unterschiedlichen Stellen wiederfinden.

  2. Wenn Du das getan hast, dann benenne anschließend den Ort auf dem Bild, an dem Du am liebsten wärest. Hoch in den Bergen?! Entrückt von al- lem Schweren?! Oder in einer klaren, stillen Nacht, unter dem weiten Himmel auf freiem Feld? Oder unter der warmen Sonne, am Strand eines herrlichen Ferienlandes?! Oder mit der/dem Liebsten für Dich, Seite an Seite, vereint auf dem Weg, einander zugetan in Liebe und hoffnungsfroher Erwartung?! – Wenn das so ist:

    Dann hast Du im Letzten Sehnsucht nach der weit offenen Tür und DEM, der dort auf Dich wartet.
    Dann hast Du im Letzten Sehnsucht nach SEINER Welt und allem, was ER dort für Dich bereithält.

    Dann hast Du im Letzten Sehnsucht danach, wofür Du von Gott geschaffen wurdest.

Und dann? Dann mach Dich einfach auf in diese gute Richtung. Betritt die Treppe. Geh Richtung offener Tür. Suche den, der in der Jahreslosung auch zu Dir spricht. Und sei Dir sicher: Dein Hunger wird gestillt werden. Deine Sehnsucht wird sich erfüllen – mehr und besser noch, als Du es Dir vorstellen kannst. Jesus wird Dich nicht wieder hinausstoßen – dorthin, woher Du kommst; dorthin, wo Heulen und Zähneklappernsein wird, wenn dieses wunderbare Tor sich einst für immer schließt. Der Sohn Gottes weist niemanden ab, der sich ihm anvertraut und um Einlass bittet. Er nimmt uns auf, dass wir zuhause bei ihm ankommen, Hilfe finden, leben.

Und wer es mutig wagt und sich aufmacht, der wird im selben Augenblick darüber staunen, dass viele andere mit und neben ihm in dieselbe Richtung unterwegs sind – 2022 und allezeit. Unterwegs ins Licht. Unterwegs zum gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus, der uns fest verspricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.

(Bildbetrachtung von Pastor Helge Dittmer aus Kiel, Quelle: www.GemeindebriefHelfer.de)

Andacht um den Montasspruch für Dezember 2021

Bei diesem Wort kommen mir sofort das Lied „Tochter Zion“ und drei Kindheitserinnerungen in den Sinn:

  1. Meine Mühe, den rechten Ton beim „freue“ und „jauchze“ zu treffen. (Daran hat sich bis heute nicht viel geändert.)
  2. Die Frage, wer eigentlich die Tochter Zion ist. (Jetzt weiß ich, daß die Bevölkerung Jerusalems gemeint ist.)
  3. Das Gefühl, bald ist Weihnachten. (Es stellt sich auch heute noch ein.)

Die Verheißung spurt den Weg nach Bethlehem. Mensch, du kannst etwas erwarten: „Siehe, ich komme und will bei dir wohnen“, spricht der Herr. Kommen und bleiben. Nicht mal kurz vorbeischauen, wenn alles festlich glänzt. Gott selbst will Mitbewohner sein, dir zur Seite, auch und gerade in den Unaufgeräumtheiten deines Lebens. Er wird dir helfen, sich mit dir versöhnen und dir Frieden bringen. Er meint es ernst. Freue dich darauf! Ja, natürlich, echte Freude entsteht nicht auf Kopfdruck, auch keine Vorfreude. Aber wir haben doch Zeit, die alten Worte neu zu hören, in Gedanken zu bewegen und die Her- zenstore zu öffnen. Viele Wege führen uns zur Krippe. Alle Jahre wieder. Das Singen gehört dazu. Singen Sie in der Adventszeit. Allein oder mit anderen. Spü- ren Sie Ihren Erinnerungen nach und dem, was über die Jahrhunderte in Wort und Melodie vermittelt wird. Tauschen Sie sich darüber aus und bitten Sie im

Stillen, bei Kerzenschein und Weihnachtsgebäck, daß sich die Vorfreude auf den, der kommt, um zu bleiben, regt und wächst.

Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit wünscht Ihnen

Beate Williard-Bidoli

Devotion on the watchword for November 2021

Dear Congregation and Friends!

Can a heart have a direction? Can a heart change direction? Does a heart need someone to direct it? Perhaps, to answer these questions, let’s ask first: Which way is your heart facing right now? What are the things, ideas, hopes, dreams, people, your heart is focussed on at this time? A multitude of different things, surely. I know for me that is the case. I have many things I feel my heart being drawn to, many ideas, hopes and also fears that I spend a lot of time and energy on and if these weren’t there my heart would be in despair – and yet I also realise that none of them is able to give my heart peace and rest.

Martin Luther formulated the problem like this: “Worauf Du dein Herz hängst, das ist in Wahrheit dein Gott“. “What you hang your heart upon, that is indeed your god.” And John Calvin said that the human heart is a god-factory – creating idols all the time.

So indeed, our hearts need direction, need to change direction and someone to direct them. Because left to ourselves we’ll end up having hearts for all the things that usurp God’s place. Good things as they may be, they are not meant to be what our hearts are hung upon – because God has created us to be loved by God, to be the beloved of God so that we can have something to form the basis of our lives – something that isn’t unstable and insecure, something that doesn’t constantly change and confuse our hearts. The “steadfastness of Christ” is this fixed point, the “love of God” is the foundation that will hold, that will not disintegrate when all about us falls apart.

It has been another difficult year and our hopes are surely directed towards a new year that will be better, more normal, and hopefully more manageable than these two pandemic years that we’ve been through. But we do not know – there seem to be signs that “normal” will not return. So I want us to hear the watchword for November 2021 as an invitation to allow God’s love to become the focus of our hearts and the steadfastness of Christ the ground upon which we live – these are the real constants that our faith provides – the message that in spite of everything else going wrong the love of God will not abandon us and foundation of Christ’s steadfast mercy will endure. May this be your experience as you come to the end of this year.

Greetings in Christ, Felix Meylahn

ERÖFFNUNG UNSERER KLEINEN BIBLIOTHEK: RUND UM DEN NIKOLAUS

Wer in den letzten Wochen im Vorraum zur Empore war, hat sicherlich bemerkt, dass sich dort Einiges verändert hat. Es waren fleißige Hände am Werk – die von Beate Williard-Bidoli, Christa Berghammer- Böhmer und Schreiner Andreas Sieburg. Wir danken ihnen herzlich!

Nun sind die vielen Bücherkartons, die sich im Laufe der Zeit im Gemeindezentrum angesammelt haben, ausgepackt und die Regale und Schränke stehen voll mit Lesenswertem, älteren und neueren Datums. Ein Schatz für große und kleine Leseratten: Biographien, Romane, Krimis, Sachbücher, Reisebeschreibungen, Poesie, Bilder- und Jugendbücher, sowohl in deutscher als auch in englischer und andere Spra- chen. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei! Im Konferenzzimmer wird es noch eine ganze Abteilung für theologisch Interessierte geben.

Diese kleine Bibliothek soll am 8. Dezember mit einem Abend Rund um den Nikolaus eröffnet werden. Um 17.00 Uhr geht es los.
Geplant sind eine Nikolausgeschichte für die Kleinsten (4-6 Jahre), eine Niko- lausgeschichte zum Mitmachen für die 7-12-

Jährigen und eine literarische Überraschung für die Erwachsenen. Darüber hinaus gibt es genügend Zeit zum Stöbern und Tee und Wei- hnachtsgebäck.

Die Bücher können ab Sonntag, dem 12. Dezember vor oder nach den Gottesdiensten oder mittwochs, zur Bürozeit, kostenlos aus- geliehen oder gegen eine Spende gekauft werden. Davon ausgenommen sind die theol- ogischen Bücher im Konferenzraum.

Merken Sie sich den 8. Dezember vor und bringen sie die ganze Familie mit. Wir freuen uns auf Sie!

October Devotion

Dear Congregation and Friends 

In the month of October each year we celebrate the Festival of the Reformation. It feels as if it was only last year that we celebrated the 500th anniversary of the Reformation (it was in 2017 – that’s already four years ago). Do you remember the many ways in which we were reminded of the movement, the tumultuous events that changed the way the church understood its being and purpose? Time flies – and yet the core message of the Reformation is one that we need to hear again and again. I need to hear, I need to receive the gift, the affirmation, that I am a beloved child of God on account of the Life and Death of Jesus of Nazareth on the cross of Golgotha and not because I have somehow managed to get my own life together in a God-pleasing way. Why this need? Because our world continuously drives us into believing the exact opposite – in fact the world operates on the basis of a strict and merci-less merit system, i.e. “there’s no so thing as a free lunch!”. “You have to earn your keep!” 

Let us allow the month of Reformation to remind us of the Good News, that God’s grace is given to us freely, unconditionally, and that there is nothing that can ever separate us from God’s love. Let us use this month to imagine what our lives and this world could look like if we really took this message seriously. How would we treat each other? How would I relate to myself? What would I see, when I look at myself in the mirror? The person that has made a mess of my life? The person that just doesn’t seem to get things right? The person that is weak and unstable when it comes to being good? Or can I see the child, wobbly kneed and struggling to keep going, but loved and cherished by God in an unbelievably gracious way? Yes! You’re called and empowered to see that child – the beloved of God! Because in Christ you are that child! 

May this month of the Reformation be for you a journey of rediscovering who you are in God’s eyes as God looks at you as the brother or sister of God’s Son, Jesus Christ. 

And the peace of this grace be with you all. Amen 

Felix Meylahn