EIN ORGELKONZERT ZUR EINWEIHUNG UNSERER RESTAURIERTEN EMIL-HAMMER-ORGEL 

Am Sonntagnachmittag, dem 29. August, wurde die Wiederingebrauchnahme unserer Emil-Hammer-Orgel (Baujahr 1965) in einer kurzen Andacht mit an-schließendem Orgelkonzert gebührend gefeiert. Nach langer Planung, Geld-sammlung und letztendlich noch einer Verzögerung von einem Jahr wegen der Covid-Pandemie, wurde die Orgel im April/Mai dieses Jahres in einem Zeitraum von gut zwei Wochen vollständig überholt. Die Arbeit wurde von der Firma Rieger-Orgelbau aus Österreich unternommen, dessen Orgelbauer Michael Fritsch aus Europa angereist war. Er wurde von den südafrikanischen Orgelbauern Werner Hurter und Adriaan Roux unterstützt. Sämtliche der mehr als 1300 Pfeifen wurden ausgebaut, gereinigt, und neu intoniert, und andere abgenutzte Teile (Filzdichtungen, Leder, usw.) ersetzt. Die Orgel erklingt schon seit mehreren Monaten wieder neu in unseren Gottesdiensten, aber nun war es an der Zeit für ein Konzert, um diesen Anlass offiziell zu bedenken und zu feiern. Da wegen eingeschränkter Besucherzahl nur 50 Teilnehmer vor Ort erlaubt waren, wurde das Konzert per Live-Stream über YouTube übertragen, was auch den Mitarbeitern der Firma Rieger ein Mitverfolgen ermöglichte. (https://youtu.be/v9eNvOBkiNs)

Zu Anfang hieß Pastor Meylahn (links) alle Gäste willkommen und hielt eine Andacht, in der die wichtige Rolle der Kirchenmusik über die Jahrhunderte hervorgehoben wurde. Danach las Frau Colleen Cunningham als Vertreterin des Lutherischen Weltbundes ein Grußwort von Dr. Christine Keim (deutsches Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes) vor. Der LWB hat dieses Projekt mit einer großzügigen finanziellen Spritze unterstützt. 

Der Gastorganist war Winand Grundling , renommierter Stellenboscher Organist und Musiker. Winand hat in Südafrika und im Ausland studiert, und sein Schaffen ist bereits mit zahlreichen nationalen und intern-tionalen Preisen gekrönt worden. 

Im Konzert wurden Werke verschiedener Komponisten aus Epochen von Barock bis hin zur Moderne gespielt. Die unter-schiedlichen Musikstile ermöglichten es dem Organisten, die klangliche Vielfalt der Orgel voll zur Entfaltung zu bringen, und es war ein Genuss, als Gemeindeorganist dieses einmal in solcher Form von den unteren Bänken mit zu erleben. Erö-ffnet wurde das Konzert mit dem virtuosen Praeludium in D-dur von Dietrich Buxtehude. Es folgten Werke von Pachelbel, Bach (eine eher weniger bekannte Fuge à la Gigue), Händel, dem amerikanischen Komponisten Gordon Young, Mendelssohn, und einer Sonate mit Thema und Variationen des zeitgenössischen niederländischen Komponisten Hendrik Andriessen. Als passender Abschluss wurden drei Choralvorspiele von Richard Behrens gegeben, der selber mehr als 20 Jahre Hauptorganist unserer Gemeinde gewesen ist und maßgeblich bei der Anschaffung der Orgel in den sechziger Jahren mitgewirkt hat.